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Begegnungen mit Helvetas Guatemala

08. Juni 2017

Auf unserer Reise begegnen wir den unterschiedlichsten Menschen. Menschen, mit denen wir ein Stück unserer Reisezeit verbringen. Menschen, die ihre Träume auf unterschiedlichste Art und Weise verwirklichen, oder Menschen, die einfach arbeiten und dabei wertvolle Aufbauarbeit leisten im Sinn von Entwicklungszusammenarbeit unter anderem mit helvetischer Unterstützung. Ausgewanderte Bäcker, Metzger, Restaurateure, Hoteliers, Gärtner und Mechaniker bilden aus, bilden weiter und erhöhen in vielen privaten Projekten das kleine Familieneinkommen und die Bildungschancen der einheimischen Bevölkerung.

Wir staunen nicht schlecht, als wir an der Laguna Chicabal in Guatemala über eine Tafel stolpern, auf der wir den Hinweis lesen, dass die Campingmöglichkeit mit kleinen Hüttchen, einem Restaurant, Sanitärräumen und grossem Spielplatz in Zusammenarbeit mit HELVETAS Schweiz aufgebaut wurde. Wir weisen stolz auf unsere Autonummer mit dem doppelten Schweizerkreuz hin – der Kassier hat Freude, dass wir hier übernachten; er meint, wir kämen des Projektes wegen. Doch davon hatten wir keine Ahnung. Auch unten an der Lagune finden wir eine Steintafel mit Hinweis, dass HELVETAS Schweiz der Gemeinde bei der Instandstellung der Mayakultstätte unter die Arme griff. Nicht nur finanziell, sonder auch ideell und mit Unterstützung zur Selbsthilfe.

Ausserhalb von Quetzaltenango übernachten wir auf der Kaffeefinca Cooperativa Chicoj. Da ist doch tatsächlich ein Auto mit einem grossen Kleber „HELVETAS“ parkiert. Ich spreche den Verantwortlichen der Finca an und frage, ob jemand dieser Organisation vor Ort sei. Ja, die Leute sässen grad beim Kaffee (wie es sich auf einer Kaffeeplantage so gehört) und besprächen ein Projekt.

Wir gesellen uns vorwitzig zu den HELVETAS Leuten, stellen uns vor und werden herzlich begrüsst. Que lindo, de Suiza son ustedes…Suiza es bonita. Gracias, Guatemala tambien es muy bonita y el café guatemalteco está rico.

So geht das eine Weile hin und her. Ana Isabel Mendoza Reyes (Kommunikationsbeauftragte) und Marcelo (Ing. Agronom), Vertreter von HELVETAS sowie Trindis und Armando (beide vertreten die FORJA Federación de Jóvenes Agricultores Empresarios und die Cooperationszusammenschlüsse Fedecovera) erklären uns, dass auf der Finca Chicoj ein Schulungsprojekt für Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren lanciert wird. In erster Linie geht es darum, den Jugendlichen die Vorteile einer Cooperative näher zu bringen. Mit dem neuen Wissen, sollen sie in ihren angestammten Cooperativen arbeiten. Besseres Verständnis für ökologische Zusammenhänge, bessere Gesundheit und letztendlich höheres Einkommen soll zur Verhinderung der Landflucht beitragen. HELVETAS unterstützt das Projekt finanziell, ebenso sind die Cooperativen finanziell und personell mitbeteiligt und der Staat Guatemala leistet einen Obulus. Die meisten der geschulten Jugendlichen tragen dass Wissen auch wirklich heim, ein kleiner Teil versucht sich in neuen Projekten z.B. als Handwerker und ein noch kleinerer Teil studiert.

Man muss wissen, dass Kaffee und Cacao, in Guatemala ausserdem Kardamom, Pfeffer und Holz praktisch überall in Cooperativen angebaut werden. Familienbetriebe schliessen sich einer Organisation zusammen, die wiederum nimmt die Ernte im Beneficio an, bezahlt jede Erntefamilie nach Weltmarktpreisen und verkauft die grünen, getrockneten Bohnen weiter an Grossabnehmer. Nur ein winziger Anteil der Ernte wird vor Ort geröstet. Kaffee ist in allen Ländern Exportgut, deshalb geschieht die Veredelung erst in den Abnehmerländern. In den Anbauländern bleibt der minderwertige Kaffee, das ist keine Abwertung, denn eine Kaffee- oder auch Schokoladekultur wie bei uns gibt es nicht. Löslicher Kaffee ist bei der Bevölkerung weit verbreitet, oder dann der schwarze zuckersüsse Tinto, bei dem die fast schwarz gerösteten, gemahlenen Bohnen im Wasser gekocht werden.

Ein weiteres Projekt mit Untersützung von HELVETAS ist die Glasbläserei COPAVIC in Cantel. Dort werden aus geschmolzenen Altglasflaschen einer Distillerie Trinkgläser, Wasserkrüge, Vasen und vieles mehr für den Export hergestellt. Zu kaufen gibt es diese Gegenstände auch im HELVETAS Shop.

Seit 1972 engagiert sich HELVETAS in Guatemala, erklärt uns Ana Isabel, und freut sich, dass ihr Heimatland zu den bevorzugten HELVETAS Ländern gehört. Sie ist stolz im Januar 2018 an einer grossen Konferenz in der Schweiz teilnehmen zu können. Uns hat die Begegnung mit den guatelmaltekischen HELVETAS-Mitarbeitern besonders gefallen, da Stefan’s Rotary Club Oberer Zürichsee seit Jahren mit dem Erlös eines Secondhand-Buchladens Projekte von HELVETAS weltweit grosszügig unterstützt.

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