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178 Tage Brasilien – Versuch einer Schlussbilanz

Bei der Einreise in dieses gewaltig grosse und vielfältige Land haben wir grossen Respekt und es beschäftigen uns viele Fragen:

  • Wie kommen wir mit der Sprache zurecht?
  • Fressen uns die Millionen von Moskitos gleich auf?
  • Sind die Strassen und Pisten tatsächlich so schlecht?
  • Ist es so gefährlich wie man uns glauben machen will?
  • Kommen wir mit unserem Auto über all die riesigen Flüsse?
  • Wie ist das Campieren in einem Land, das fast keine Campingkultur kennt?

Nach sechs Monaten im Land können wir über unsere Anfangsängste nur noch schmunzeln. Dank unserer fast unbeschränkten Zeit konnten wir uns richtig auf dieses faszinierende Land in all seiner Vielfältigkeit einlassen und wir haben es nicht bereut. Auf einer ungewöhnlichen Route sind wir 21‘775 km durch 24 der 26 Bundesstaaten gefahren und haben mehr als nur einen oberflächlichen Eindruck von Brasilien erhalten – und Brasilien hat bei uns einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen!

Unsere brasilianischen Highlights

  • Liebenswerte, herzliche, hilfsbereite und offene Leute aller Rassen und Hautfarben sind uns überall begegnet und haben uns in viele interessante Gespräche verwickelt, bei denen unsere rudimentären Sprachkenntnisse völlig nebensächlich wurden.
  • Im grössten Feuchtgebiet der Welt, im Pantanal erlebten wir eine sagenhafte Tierwelt. Die riesigen Vogelschwärme sind am Offensichtlichsten, aber auch die Kaimane, die zu hunderten in den Wassertümpeln nach Fischen schnappen, sind nicht zu übersehen. Besonderen Eindruck hat uns eine etwa drei Meter lange Boa gemacht und natürlich die fünf Jaguare, die wir aus nächster Nähe beobachten konnten.
  • Die viertägige Fahrt auf einem Lastschiff von Porto Velho den Rio Madeira hinunter und den Rio Amazonas hinauf nach Manaus mit all den Stimmungen auf den gewaltigen Flüssen vergessen wir ebenso wenig wie das einmalige „Encontro dos Aguas“, wo sich der braune Rio Solimoes mit dem schwarzen Rio Negro zum Amazonas vereint.
  • Mit dem Besuch von zwei Konzerten im legendären Opernhaus von Manaus ging ein langgehegter Traum für uns in Erfüllung.
  • In den herrlichen Dünen von Lençois Maranhenses versenkten wir zwar unsere Randulina kurzzeitig im Schlamm - auch das ein unvergessliches Erlebnis - die ganze Schönheit dieser Landschaft erlebten wir dann aber bei einer ganztägigen Dünenwanderung und bei zwei wunderschönen, einsamen Nächten an einem Se mitten in den Dünen.
  • Wohl noch nirgendwo haben wir so lange, menschenleere Strände erlebt wie in Ceara. Nicht nur die weissen, feinsandigen Strände bleiben in der Erinnerung haften, sondern auch das türkisgrüne Meer mit dem herrlich warmen Wasser – das grösste Thermalbad, wie Ueli sagt!
  • Die Altstadt von Salvador de Bahia, die schwarze Stadt Brasiliens, ist nicht nur gefüllt mit quirligem Leben, Musik und Kultur, sondern hat auch kulinarisch einiges zu bieten.
  • In der Chapada Diamantina treffen wir nach Monaten im Dschungel und an Stränden wieder auf Berge – Tafelberge – Wasserfälle, Höhlen und Höhlenseen. Wir unternehmen mit unserer Tochter Sarah eine Tageswanderung und bestaunen die Aussicht vom Pai Ignácio.
  • Der Jalapão mit seiner Einzigartigkeit hat sich einen Platz in unseren Herzen gesichert. Hier, mitten im Amazonasgebiet treffen wir auf eine Savannenlandschaft wie in Afrika mit riesigen Sanddünen und einmaligen Fervedouros.
  • In der Hauptstadt Brasília sind wir fasziniert von der Grosszügigkeit und der Weitsicht in der Planung der Stadt, vor allem aber von der Architektur Oskar Niemeyers, dem grossen brasilianischen Architekten.
  • Rio ist anders! Eigentlich sind Grossstädte gar nicht unser Ding, aber Rio gefällt uns sehr gut. Wir geniessen das „Dolce far niente“ an der Copacabana und Ipanema, fahren mit der Seilbahn auf den markanten Zuckerhut, bestaunen die grässliche, aber imposante Statue auf dem Corcovado, zuckeln mit dem alten Tram über den Aquädukt von Lapa nach Santa Teresa, sinnieren im eleganten Museu do Amanhã von Santiago Calatrava über die Zukunft der Menschheit und schlürfen manch einen Caipirinha.
  • Wir wohnen 10 Tage in Copacabana bei Fiona und Robin, sowie zwei Tage in Alison’s Penthouse in Leblon.
  • Mit unseren lieben Freunden Elsbeth und Paul flanieren wir durch die wunderschönen Kolonialstädte Diamantina, Serro und Ouro Preto.
  • Eine Wucht im wahrsten Sinne des Wortes sind die Wasserfälle von Iguaçu. Ungeheure Wassermassen donnern hier vor unseren Augen über unzählige Wasserfälle in die Tiefe. Wir spüren das Vibrieren des Bodens immer noch in unseren Körpern. Solch ein Naturwunder ist schlicht nicht zu beschreiben.
  • Im äussersten Süden Brasiliens kommen wir nochmals in den Genuss von endlosen Sandstränden. Das Meer ist hier unten zwar zu kalt zum Baden, aber die über 400 km lange Fahrt direkt am Meer auf dem Sandstrand ist ein phänomenales Erlebnis. Dazu geniessen wir nochmals vier Nächte in absoluter Einsamkeit am Strand.

Mit Wehmut denken wir an all diese Höhepunkte zurück und natürlich noch an tausend andere unvergessliche Begebenheiten. Wir stossen auf unser Glück mit einem letzten brasilianischen Caipirinha an und sind unendlich dankbar, dass wir all das erleben dürfen!

Pfingsten 2016
stefan@randulinas.ch

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